Arbeiten auf Ibiza

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Da schon verschiedentlich Anfragen bzgl. arbeiten und wohnen auf Ibiza im Gästebuch oder direkt per E-Mail gestellt wurden, habe ich beschlossen, dieser Thematik auch eine eigene Rubrik zu widmen.

Auf Ibiza zu arbeiten oder sogar für immer (oder einfach nur für länger) zu leben, ist der Wunsch vieler - jedoch scheitern auch viele oder schlagen sich gerade so durch. So schön Ibiza als Urlaubsdestination auch ist, so schwer ist es (m.E.), eine gescheite, gut bezahlte Arbeit zu finden, welcher man (ganzjährig) nachgehen kann, um den definitiven Schritt (der Auswanderung) zu wagen.

Die beste Voraussetzung ist meiner Meinung nach "Kontakte knüpfen, Kontakte knüpfen, Kontakte knüpfen, …, .., ".
Ein paar Jahre (und dabei am besten mehrmals im Jahr) dort Urlaub machen und Kontakte knüpfen, Konta ….
Ich bin überzeugt davon, dass dies der beste Weg ist, die Lage zu erkunden und seine eigenen Chancen abzuschätzen, bzw. auszuloten, da man unter keinem Zwang steht.
Die Ausnahme wäre, wenn man eh' schon Beziehungen auf Ibiza hat und jemand anders die Vorarbeit leistet.

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  • Einen offiziellen Online-Stellenmarkt, wie er in Deutschland bekannt ist, gibt es meines Wissens für Ibiza nicht. Für die Tourismus-/Gastronomiebranche möchte ich auch behaupten, dass viele der freien Saisonjobs über Empfehlungen/Beziehungen (schon wieder Kontakte) "vererbt" werden.
  • Kein Arbeitgeber mit "coolen" Jobs hat gerade auf Dich gewartet. Viele wollen diese Jobs und dementsprechend überlaufen ist der Arbeitsmarkt, was sich auch in den Löhnen widerspiegelt.
  • Eine Fernbewerbung wird selten von Erfolg gekrönt sein. Für einen Saisonjob empfiehlt es sich, persönlich vor, oder gleich zu Beginn der Saison vorzusprechen.
  • Hotels und Clubs suchen sich häufig schon ein Jahr im Voraus ihre Mitarbeiter.
    Informationen dazu findet man manchmal auf deren Homepages oder den der Reiseveranstalter.
  • Auch können spanische (Grund-)Sprachkenntnisse die Chance auf einen (Saison-)Job nicht unwesentlich erhöhen und erleichtern es, mit den Einheimischen abseits der Touristenzentren in Kontakt zu treten.
  • Wer auf gut-Glück nach Ibiza fährt, sollte über einen langen Atem verfügen.
    Auch sollte das Bankkonto gut gefüllt sein, damit man min. 2 Monate ohne Einkünfte überleben kann.
  • Eine Unterkunft kann auf Ibiza sehr teuer werden, da sich viele Vermieter auf die große, saisonale Nachfrage eingestellt haben und teilweise unverschämte Preise verlangen.
    Dies hat mittlerweile sogar Auswirkungen auf den regulären Wohnungsmarkt, sodass auch die Einheimischen über hohe Mieten stöhnen.
    Eine Unterkunft um die ersten Tage (oder Wochen) auf Ibiza zu überbrücken, finden Sie auf casamundo.de.
  • Wer einen "langweiligen" Job, aber mit Unterkunft, ergattern kann, sollte diesen Vorteil nicht leichtfertig unterschätzen.
  • Sollte man eine feste Zusage für die ganze Saison (5-6 Monate) haben, ist es durchaus überlegenswert, das eigene Auto mitzunehmen, um die Insel in der Freizeit erkunden zu können.
    Sollte dies der Fall sein, unbedingt darauf achten, dass der TÜV während dieser Zeit nicht abläuft. Mir sind Fälle bekannt, in denen die spanische Polizei Strafzettel für abgelaufenen, deutschen(!) TÜV ausgestellt hat - auch schon bevor es einen TÜV in Spanien gab. Ob dies nun rechtens war, oder nicht, weiß ich nicht - man erspart sich auf jeden Fall Ärger.
  • Wenn man dann auf Ibiza angekommen ist, sollte einer der ersten Wege zur Polizeistation vor Ibiza-Stadt führen. Dort beantragt man die N.I.E. (Steuernummer für Ausländer), welche für einen seriösen Job unverzichtbar ist.
    Alternativ ist auch eine Beantragung schon in Deutschland bei einer der spanischen Vertretungen möglich - hier gibt es auch das N.I.E.-Antragsformular mit Ausfüllhinweisen (PDF).
    Das Generalkonsulat von Spanien in Hamburg bietet ausführliche Informationen in deutscher Sprache an.
  • Bankkonto eröffnen.
  • Wenn kein Festnetzanschluss zur Unterkunft gehört, sollte man eine spanische Prepaid-Karte für das Handy kaufen, denn sonst wird man sehr schnell arm - und welcher potenzielle Arbeitgeber telefoniert schon gerne ins Ausland, um Euch zu erreichen?
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Weitere Informationsquellen:

Merkblätter der spanischen Landesarbeitsanstalt (als pdf-Datei)
- Erste Schritte in Spanien
- Arbeiten in Spanien

Das europäische Portal zur beruflichen Mobilität (EURES) der Europäischen Kommission mit Informationen zu Lebens- und Arbeitsbedingungen in Spanien.

So, das waren jetzt meine persönlichen Meinungen und Tipps zu diesem Thema.

Eine Anekdote noch am Rande.
Im alten Gästebuch habe ich zu diesem Thema ähnlich Stellung bezogen und wurde als "typisch negativ deutsch" tituliert - womit ich leben kann. Auf mein öffentliches Angebot an diese Person, hier ein Online-Tagebuch zu führen oder einen Erlebnisbericht zu schreiben, habe ich bis heute keine Antwort erhalten - ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Es gab jedoch eine Besucherin meiner Seite, welche das Abenteuer arbeiten-und-wohnen-auf-Ibiza mit ihrem Freund durchgezogen hat und mir freundlicherweise nach ihrer Rückkehr einen Erlebnisbericht schickte.

Vielen Dank Berenike (bb)!

diese Seite ist Bestandteil von www.ibiza-reisefuehrer.de