Ibiza - die Insel

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Ibiza, das ist die ideale Urlaubsinsel für alle, die das Nachtleben lieben, aber auch Ruhe suchen, gerne Wassersport treiben oder sich für ausgefallene Mode interessieren. Denn hier gibt es die heißesten Discos, die ursprünglichsten Dörfer, die saubersten Strände und die neueste Mode. Und jedes Jahr strömen hunderttausende von Touristen zu dieser Baleareninsel. Als Anfang der siebziger Jahre Ibiza vom Tourismus bevölkert wurde, gehörten die Hippies zu den ersten, die sich auf dieser Insel "niederließen". Und noch heute gibt es Hippie-Märkte auf Ibiza, auf denen Althippies zwischen viel Nippes z.B. Handarbeiten und Töpfereien verkaufen. Der bekannteste Hippiemarkt ist in "Es Cana". Es war nicht das erste mal, das sich Fremde auf der Insel breitmachten und sie für sich vereinnahmten. Während Phönezier, Römer und Mauren kamen und gingen, überlebten jene und ihre Kultur bis in die Postmoderne.

Hippimarkt in Santa Eulalia
Hippimarkt
eine verträumte Gasse
ohne Worte
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Die "Ibicencos", so nennen sich die "echten" Inselbewohner, sind stolz auf ihre Geschichte und Kultur, die sich bis in die Bronzezeit zurückverfolgen lässt. Man kann zwar versuchen die Insel, ihre Geschichte und ihre Bewohner zu verstehen, indem man die Museen besucht, doch am besten ist es, die Einwohner selber zu erleben. Ihre Offenheit und Toleranz sind sprichwörtlich und ihre uralten Gebräuche haben vor allem im ländlich geprägten Norden der Insel dem Druck des Fortschrittes bis heute standgehalten. In den Orten um San Juan, in Santa Ines und San Mateo scheint die Uhr stehen geblieben zu sein. Hier wird noch "ibicenco", ein besonderer Dialekt des Katalanischen gesprochen. Der Süden dagegen mit Ibiza-Stadt ist das Gegenteil: Nur wer hier auffällt, zählt etwas. Ruhiger ist es auf der östlichen Seite der Insel, in Santa Eulalia. Nachts ist der Ort wie ausgestorben.

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Ibiza ist 572 km² groß. Die Insel ist zwischen der “Punta Grossa” und dem “Cabo Llentrisca” 48 km lang und dem “Cabo Nonio” und “Martinet” 24 km breit. Für eine Inselrundfahrt bietet sich ein Mietwagen an. Die Insel kann auch im Verlauf von mehreren Tagestouren mit dem Fahrrad erkundet werden. Die höchste Erhebung ist der “Atalaya” mit 475 m im Südwesten bei San Jose. Besonders angenehm für Fahrradfahrer ist der Süden der Insel. In der weiten Ebene bei den Salinen gibt es so gut wie keine natürlichen Hindernisse. Auch mit dem Boot kann man die Insel erforschen. Rund um die 165 km lange Küste der Insel gibt es versteckte, in die Felsen geschnittene “Calas” zu entdecken. Einige dieser verträumten Buchten sind nur vom Wasser her zu erreichen und bieten daher ein Optimum an Badespaß- und Vergnügen. Die Touristeninformation hält Broschüren bereit, in denen Wanderungen durch die Felder und weiten Oliven- und Pinienhaine beschrieben werden - den Duft von wilden Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Fenchel in der Nase.

Vegetation auf kargstem Boden
Selbst auf kargem Boden wächst noch was
eine Ruine auf Ibiza
Zeitzeugen
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Die Phönizier kamen nach Ibiza, um hier ihre Totenstadt anzulegen. Nach altem Brauch musste die Erde der Nekropole (Negropole: Gräberfeld/Totenstadt) frei von giftigen Tieren sein. Giftige Spinnen und Skorpione konnten anscheinend auch den Toten in der Antike noch Schaden zufügen. Die Tatsache, dass es auf Ibiza keine giftigen Tiere gibt, ist vor allem für diejenigen beruhigend, die einmal eine Wanderung querfeldein unternehmen möchten. Bei einem Picknick auf einer Lichtung sollten Sie allerdings darauf achten, dass Sie Ihre Decke nicht in der Nähe eines der zahlreichen Ameisenhaufen ausbreiten. Häufig werden Ihnen die äußerst scheuen Eidechsen begegnen, von denen es auf Ibiza Tausende gibt. Die “Lacerta Pityusensis”, die in bräunlich-grünen Farben schillert und von der es rund 30 Arten gibt, ist völlig harmlos. Um etwas von der Tierwelt des Mittelmeeres zu sehen, müssen Sie nicht unbedingt auf Unterwasserjagd gehen.

Video mit Impressionen von der Insel Ibiza

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