Ibiza - vermischtes
Alles, was in keine bestimmte Rubrik passt und für eine eigene Rubrik zu wenig wäre …
Adlib
Adlib, abgeleitet vom lateinischen ad libitum, steht für Mode made in Ibiza. Alles, was einem gefiel war modern und bereits in den siebziger Jahren schloss sich eine Gruppe auf der Insel arbeitender Designer zusammen. Sie entwickelte die ideen- und phantasiereiche Kleidung der Hippies zu einem eigenen Modestil weiter, der rasch an Dynamik gewann.
Die in der Adlib-Gruppe zusammengeschlossenen Designer produzieren keine Massenartikel, sondern exklusive Kreationen, deren Preise sich kein Hippie leisten könnte. Trotzdem beansprucht Adlib immer noch für sich, den Rahmen überkommener Modevorstellungen zu sprengen, gegen den Strom zu schwimmen. Die immer freizügiger werdende und körperbetonte Adlib-Mode sorgt jedes Jahr erneut für Aufsehen - besonders im Juni, während eines jährlich von der Gruppe veranstalteten dreitägigen Modespektakels.
Alkohol
Die Lebenshaltungskosten in Spanien sind mit denen in der Bundesrepublik vergleichbar. Ausgenommen davon ist immer noch der Alkohol. Aber nicht nur deswegen gehören Wein, Brandy oder Hierbas auf Ibiza zum Mittag- und Abendessen, wie der Cafe con leche zum Frühstück. Denn die spanischen Weine und Brandys sind ausgezeichnet und durchaus mit denen aus den besseren französischen Anbaugebieten zu vergleichen.
Eine lokale Spezialität ist der auf Ibiza hergestellte Kräuterschnaps Hierbas - zu empfehlen besonders nach dem oft mit ungewohnt viel Olivenöl zubereiteten Essen. Restaurants bieten ihren Gästen nach dem Essen oft eine Gratis-Kostprobe dieses Likörs an, welcher mittlerweile, wie viele andere Köstlichkeiten Spaniens, nach Deutschland importiert wird.
Seien Sie jedoch vorsichtig: unter der heißen, mediterranen Sonne verdoppelt sich die berauschende Wirkung alkoholischer Getränke manchmal nicht unerheblich.
Weitere Infos finden Sie unter Getränke

Hierbas und Brandy soweit das Auge reicht
Auto
Selten werden Sie auf Ibiza einem Wagen mit ausländischem Kennzeichen begegnen. Die lange, komplizierte und nicht billige Überfahrt mit dem Schiff vom spanischen Festland auf die Pityusen lohnt sich nur, wenn Sie einen längeren Aufenthalt planen. Ansonsten mietet man einen Wagen oder, wenn es nicht auf Geschwindigkeit ankommt, ein Mofa.
Sie müssen den Durchschlag des Mietvertrages mitführen, um bei einer Polizeikontrolle nachweisen zu können, dass Sie berechtigt sind, eben dieses Fahrzeug zu führen.
Auch sollten Sie immer Ihren Führerschein und Ausweis/Pass bei einer Fahrzeugkontrolle vorweisen können, sonst kann es passieren, dass Sie durch eine Polizeieskorte bis zu Ihrer Unterkunft begleitet werden (eigene Erfahrung) um die Papiere zu kontrollieren.
Die Straßen auf Ibiza sind mittlerweile relativ gut ausgebaut. Sobald Sie allerdings die Hauptstraße verlassen, gilt es, mit viel Geschick und Vorsicht hunderte von tiefen Schlaglöchern zu umfahren. Reifenschäden gehen deshalb in aller Regel zu lasten des Mieters ("Kleingedrucktes" im Mietvertrag!).
Auch sollten Sie nie vergessen, dass durch den Staub, welcher die Straßen mit einem dünnen, unsichtbaren Film überzieht, es teilweise sehr rutschig sein kann. Besonders nach einem sommerlichen Regenschauer wirkt die Mischung aus Staub und Feuchtigkeit wie Glatteis.
Im Falle einer Panne oder eines Unfalls außerhalb geschlossener Ortschaften muss beim Verlassen des Fahrzeugs eine reflektierende Warnweste getragen werden, ansonsten droht ein Bußgeld. Nach meiner Rückfrage beim ADAC gilt dies theoretisch auch für Mietautos. Also bringen Sie eine Warnweste mit. Am besten im Handgepäck, dann sind Sie schon bei der Mietwagenübernahme am Flughafen auf der sicheren Seite.
Die Handybenutzung am Steuer ist, wie bei uns, verboten. Zugelassen sind nur Freisprecheinrichtungen, wobei Headsets nicht dazu zählen.
Parken ist in den größeren Ortschaften ein enormes Problem. Seien Sie vorsichtig: Die Policia Municipal ahndet falsches Parken nur selten allein mit Bußgeld - meist wird rigoros abgeschleppt, und das kann teuer werden. Aus eigener Erfahrung: Auto auslösen kostet 60€ - mit Hilfe einer befreundeten Spanierin (sie hat 20 Minuten mit dem Beamten geflirtet) jedoch auf 30€ reduziert.
Die Verkehrsregeln sind den unseren ähnlich. Die Promillegrenze liegt bei 0,5 und es gilt Anschnallpflicht. Aus eigener Erfahrung: Nicht angeschnallt kostet pro Person 100€. Durch sofortige Barzahlung und freundliches Gespräch (ich habe nicht genug Geld dabei, nur nicht handeln wie auf einem orientalischen Bazar!) auf 70€ reduziert.
Haben Sie mit Ihrem Leihwagen eine Panne, sollten Sie sich sofort mit dem Verleiher in Verbindung setzen, noch bevor Sie Pannenhilfe in Anspruch nehmen. Ansonsten hilft die Guardia Civil weiter. Ein Abschleppen durch Privatfahrzeuge ist verboten.

Das wird für den Mieter hoffentlich richtig teuer!
Ein Mietwagen ist nunmal kein Strandbuggy -
auch wenn hinten 4x4 draufsteht
Busse
Der Busbetrieb auf Ibiza wird von privaten Firmen aufrechterhalten. Alle Ortschaften auf der Insel sind an das Busnetz angeschlossen. Die Buslinien laufen fast ausnahmslos sternförmig auf Ibiza-Stadt zu. Das Busfahren ist ausgesprochen billig (wenn auch nicht immer preiswert) und lohnt sich besonders auf den Hauptstrecken, wie z.B. von Ibiza-Stadt nach San Antonio. Die halbstündige Fahrt kostet etwa soviel wie eine Tasse Kaffee. Die zentralen Bushaltestellen sind in Ibiza auf der Avenida Isodoro Macabich, in Santa Eulalia gegenüber dem Touristeninformationsbüro in der Calle Mariano Riquer und in San Antonio an der Strandpromenade. Hier sollten Sie sich auch über die Abfahrtszeiten erkundigen.
In den Sommermonaten gibt es außerdem verschiedene "Disko-Bus-Linien", welche einem die Entscheidung, das Auto stehen zu lassen, erleichtern.
Die Fahrpläne und den Linienplan finden Sie unter www.ibizabus.com.
Diskos
Wer gerne Diskotheken besucht, ist auf Ibiza goldrichtig. Erst gegen 2 Uhr morgens geht es so richtig los. Obwohl es auf der Insel eine ganze Reihe von Tanzschuppen gibt, die jede deutsche Großstadt atemlos ließen, beschränkt sich das absolute Topangebot doch auf vier oder fünf wirklich sehens- bzw. hörenswerte Tanzdielen. Das Pacha ist der Klassiker unter ihnen, das neuere Es Paradis und das Amnesia sind mittlerweile auch sehr bekannt.
Allerdings kann sich nicht jeder einen Daueraufenthalt Nacht für Nacht in den teuren Diskos leisten. Die Eintrittspreise liegen bei 25€ und mehr; und an der Bar kostet ein Cocktail etwa 10€. Da ist die Reisekasse schnell leer.
Die Links zu den Tanztempeln finden Sie in meinen Disko-Links.
Elektrizität
Das Stromnetz auf Ibiza liefert wie das unsere 230V/50Hz. Teilweise sind aber noch "spanische" Steckdosen installiert, in welche zwar die sogenannten Eurostecker (z.B. Rasierapparat) passen, aber keine Schukostecker (z.B. Haarföhn). Passende Adapter findet man für ein paar Euro in fast jedem Supermarkt oder Eisenwarengeschäft.
Folklore
Die ibizenkische Folklore gehört zur lebendigsten der iberischen Halbinsel, vielleicht nur noch übertroffen vom andalusischen Flamenco. Über die Inseln verstreut gibt es gleich mehrere traditionelle Tanz- und Musikgruppen, die während der Sommermonate regelmäßig öffentlich auftreten. Leider sind die Instrumente, auf denen die traditionelle Musik gespielt wird, z.B. die Xeremia (Flöte) oder der Espasi (eine Art Triangel), nicht in den Geschäften, sondern nur über persönliche Kontakte zu den Folkloregruppen zu bekommen. Dagegen kann man die Folklore-Musik in Schallplattengeschäften erstehen.
Getränke
Vino pages, den ibizenkischen Landwein, erhält man nur von den Bauern auf dem Land. Dort wird er nur für den eigenen Bedarf hergestellt. Wenn Sie diese herben Tropfen kosten sollten, werden Sie seinen charakteristischen, sauren (trockenen) Geschmack so schnell nicht wieder vergessen.
Einige Weinbauern haben sich zwischenzeitlich dem An- und Ausbau von, für unsere Zungen, sehr trinkbaren Weinen verschrieben. Diese kann man entweder direkt beim Erzeuger, oder auch in Getränkegeschäften und Supermärkten kaufen.
In den Restaurants und Bodegas werden allerdings meist Weine vom spanischen Festland angeboten.
Die auf Ibiza erzeugten Weine werben mit der Herkunftsbestimmung Vi de la Terra d'Eivissa. Hierbei handelt es sich um Weine, die aus den folgenden roten Rebsorten gewonnen werden: Monastrell, Tempranillo, Merlot, Cabernet Sauvignon und Syrah. Die Weißweine werden aus den weißen Rebsorten Macabeo, Chardonnay, Moscatel, Parellada und Malvasía erzeugt.
Um das ungewohnt öl- und knoblauchhaltige Essen besser zu vertragen, bestellen Sie zum Abschluss des Essens einen Kräuterschnaps des ibizenkischen Herstellers Mari Mayans (Hierbas) oder einen guten spanischen Brandy, z.B. den 103 Etiqueta Negra. Horchata, ein erfrischendes und eiskalt serviertes Getränk aus Mandeln, Eiswasser und Zitronen, ist alkoholfrei und schmeckt sehr gut. Den Kaffee gibt es in Spanien in drei Variationen: solo (sehr stark und schwarz), cortado (mit ein wenig Milch, kommt unserem Kaffee am nächsten) und con leche (mit viel Milch).
Salinen
Die Salinen Ses Salines auf Ibiza und Formentera gehören zu den bedeutendsten natürlichen Lebensräumen von Tieren und Pflanzen in Europa und wurden 1992 zum Europäischen Naturreservat erklärt.
Das Schutzgebiet umfasst eine Fläche von rund 35 Hektar und war in der Vergangenheit des öfteren durch geplante Hotelneubauten bedroht worden. Naturschützer setzen sich ein und hoffen, dass das in vieler Hinsicht einzigartige Ökosystem der Salinen durch seine Einbeziehung in das europäische Netz geschützter Gebiete für kommende Generationen bewahrt werden kann.
Das Gleiche gilt für die geschützten Seegraswiesen vor der Küste. Ankern zu viele "In-Leute" vor z.B. dem "In-Strand" Salinas um die "In-Strandbars" zu besuchen, droht den Seegraswiesen eine Zerstörung, von der sie sich nur schwer erholen können. Deshalb ist/war im Gespräch, die Anzahl der ankernden Boote zu begrenzen. Wie dies allerdings umgesetzt und gegeben falls überwacht werden soll, ist mir ein Rätsel.
Sprache
Auf den Balearen und damit auf Ibiza wird selbstverständlich spanisch gesprochen; denken Sie. Aber so einfach ist das leider nicht.
So, wie im deutschsprachigen Raum die verschiedensten Dialekte gesprochen werden, gibt es auch hier einen eigenständigen Dialekt (Katalan), welcher sich vom "Hochspanisch" (Kastilisch) teilweise extrem unterscheidet - und, das ist der auffallendste Unterschied zu deutschen Dialekten, auch geschrieben wird, weil er eine zusätzliche Amtssprache ist.
Deshalb finden Sie diesen Dialekt in amtlichen Schreiben ebenso, wie auf Verkehrsschildern.
So können z.B. Ortsnamen auf Ibiza in verschiedenen Schreibweisen existieren; je nachdem, ob das Schild/der Wegweiser (schon) ausgetauscht wurde, oder wie alt Ihre/die Straßenkarte ist.
| Spanisch/Kastilisch | Katalanisch |
| Ibiza | Eivissa (Ciutat d’Eivissa) |
| San Agustín | Sant Agustí des Vedrà |
| San Antonio Abad | Sant Antoni de Portmany |
| San Carlos | Sant Carles de Peralta |
| San Juan | Sant Joan de Labritja |
| San Jorge | Sant Jordi de ses Salines |
| San José | Sant Josep de sa Talaia |
| San Lorenzo | Sant Llorenç de Balàfia |
| San Mateo | Sant Mateu d’Albarca |
| San Miguel | Sant Miquel de Balansat |
| San Rafael | Sant Rafel de sa Creu, Sant Rafel de Forca |
| San Vicente | Sant Vicent de sa Cala |
| Santa Inés | Santa Agnès de Corona |
| Santa Eulalia del Rio | Santa Eulària des Riu |
| Santa Gertrudis | Santa Gertrudis de Fruitera |
Um der ganzen Sache (natürlich nur nach deutscher Sicht) die Krone aufzusetzen, berichtete Ibiza-Heute am 10.07.2009 in seinen Meldungen folgendes:
Richter pocht auf Spanisch
Gemeindeverwaltung Sant Antoni verfasst Dokumentation auf KatalanischSprachenstreit einmal anders: Das Landgericht Ibiza 4 hat die Gemeindeverwaltung von Sant Antoni formell aufgefordert, ein Schreiben auf Spanisch zu verfassen, weil der zuständige Richter des Katalanischen nicht mächtig ist.
In der Sache geht es um Zahlungsverbindlichkeiten einer Privatperson gegenüber der Gemeindeverwaltung. Ein Rathaussprecher bezeichnete das Anliegen des Richters als "völlig inakzeptabel und unglaublich". Er verwies auf Artikel 11 des balearischen Gesetzes zur Normalisierung der Sprache, in dem steht, dass jeder Bürger das Recht hat, sich in einer der beiden offiziellen Sprachen – also Katalanisch und Spanisch – an die öffentliche Verwaltung zu wenden.
Der Rathhaussprecher appellierte an den Richter, sich die Dokumente vom behördeneigenen Übersetzerdienst übersetzen zu lassen.
Damit die Verwirrung komplett ist, hier eine Übersicht über die Sprachen und Dialekte:
| Spanisch/Kastilisch | = | Amtssprache ("Hochspanisch") |
| Katalanisch | = | regionale Amtssprache auf den Balearen, Valencia, Katalonien und Andorra |
| Ibizenkisch (span. ibicenco, katalan. eivissenc) | = | ein Dialekt des Katalanischen |
| eivissenc de vila | = | ein Dialekt des Ibizenkischen, gesprochen in Ibiza-Stadt |
| eivissenc pagès | = | ein Dialekt des Ibizenkischen, gesprochen auf dem Land |
Taxi
Das Taxifahren auf der Insel ist im Vergleich zu Deutschland relativ günstig und die Taxen sind seit Mai 2003 mit Taxametern ausgerüstet.
Davor hatten die Taxen keine Taxameter, sondern eine offizielle Preisliste mit den wichtigsten Zielen. Stand das Fahrtziel nicht in der Liste, wurde der Fahrpreis mit einem "Pi-mal-Daumen" Auf/Abschlag zum Listenpreis des nächsten Ziels berechnet. Die Preisliste konnte bei jedem Taxifahrer eingesehen werden.
Da die Wartezeit in den Abend-und Nachtstunden der Sommermonate teilweise bis zu einer Stunde betragen kann, ist hier Geduld angesagt. Nachdem es massive Proteste von Bar-, Restaurant-und Hotelbesitzern gab, haben die Verantwortlichen nun reagiert. Seit 2001 werden zusätzliche, auf die Sommermonate beschränkte, Taxilizenzen ausgegeben.
Telefon / Mobiltelefon
Das Telefonieren auf Ibiza kann (sehr) teuer werden wenn Sie
- von Ihrem Hotelzimmer/von der Rezeption Ihres Hotel aus telefonieren, da das Hotel für diesen Service natürlich auf die Gebühreneinheit der Telefonica zusätzlich noch seine Kosten hinzu addiert.
Als Beispiel möchte ich Bekannte von mir anführen, deren privates Telefon (der Einfachheit halber) mit auf der Telefonanlage eines Hotels hängt. Diese Bekannten erhalten vom Hotel automatisch einen Rabatt von ca. 35% auf ihre Telefongebühren; und das Hotel verdient dennoch daran.
- Nutzen Sie, wenn möglich, die öffentlichen Fernsprecher oder die "Telefoncontainer" der Telefonica. Beide sind durch ihre hellblaue Farbe (Penaten-Creme-Blau) gut zu erkennen. Die Versorgung mit öffentlichen Fernsprechern ist, im Gegensatz zu Deutschland und für die Größe Ibizas, als vorbildlich zu bezeichnen.
- mit Ihrem Mobiltelefon Gespräche führen/annehmen, da der jeweilige spanische Mobilfunkbetreiber Ihrem deutschen Mobilfunkbetreiber (am Ende also Ihnen) die sogenannten Roaming-Gebühren in Rechnung stellt.
Seit 1. Juli 2010 haben Mobilfunkbetreiber dank neuer EU-Vorschriften nicht mehr das Recht, ihren Kunden im Ausland Gebühren für eine eingehende Voicemail zu berechnen. - Erkundigen Sie sich nach dem Partnernetz Ihres heimischen Mobilfunk- bzw. Netzbetreibers. Diese Information finden Sie auch häufig auf dessen Website.
Sollten Sie diese Information haben, deaktivieren Sie in Ihrem Mobiltelefon die "automatische Netzwahl" und wählen Sie manuell den Ihnen genannten spanischen Mobilfunk- bzw. Netzbetreiber. So können Sie ein paar Euro sparen, da die Roaming-Gebühren etwas geringer ausfallen. - Sollten Sie sich für längere Zeit oder des öfteren auf Ibiza (oder in Spanien im Allgemeinen) aufhalten, könnte eine spanische Pre-Paid-Karte eine sinnvolle Alternative für Sie sein.
- Tipp:
- Tipps:
Für Telefonate von Deutschland nach Spanien/Balearen, bzw. ins spanische Mobilfunknetz können Sie diese Anbieter nutzen (Call-by-Call ohne Anmeldung, Minutentakt oder besser, kein zusätzliches Verbindungsentgelt):
Wasser
Die Qualität des Wassers auf Ibiza ist sehr unterschiedlich. Kommt es noch aus einem der Brunnen, hat es meistens einen salzigen Geschmack und ist somit z.B. in der Küche (Kaffee/Tee zubereiten) nur bedingt brauchbar. Doch meistens kommt es mittlerweile aus einer Entsalzungsanlage und ist mit mitteleuropäischen Wasser vergleichbar. In den großen Hotels und Clubs wird das Leitungswasser meistens gechlort.
Dass Wasser auf Ibiza eines der kostbarsten Güter schlechthin ist, zeigt der folgende Zeitungsartikel. Und obwohl schon in die Jahre gekommen, ist er heute aktueller denn je.
Aus: Ibiza HEUTE, Ausgabe 162, Seite 5, Mai ’98
Von den Balearen leidet Ibiza am stärksten unter Wassermangel
Obwohl wir auf Ibiza an Meldungen über ein hier bestehendes, schwerwiegendes Wasserproblem gewöhnt sind, zeigt nun eine Studie, die vom technischen Direktor der hydraulischen Planung des Govern Balear herausgegeben wurde, dass die tatsächliche Situation schlimmer ist als geglaubt.
Señor Fortezas Studie zeigt, dass Ibiza während des Jahres viel mehr Wasser verbraucht, als es tatsächlich sammelt. Er kalkulierte, dass die Insel jährlich 18 Kubikhektometer (1 Hektometer = eine Million Kubikmeter) verbrauchen könnte, tatsächlich aber 30 verbraucht. Das bedeutet, dass die Nachfrage nach Wasser fast doppelt so hoch wie die aktuell zur Verfügung stehende Menge ist - ein deutlicher Unterschied zu den Zahlen der anderen Inseln der Balearengruppe.
Für Mallorca zum Beispiel kalkulierte Señor Forteza, dass einige 480 Kubikhektometer Wasser jährlich gesammelt werden, von denen 250 zum Konsum bereitstehen. Mit einer Nachfrage von 235 Kubikhektometern kann sich Mallorca so jedes Jahr über einen kleinen Überschuss an Wasser freuen. Ähnlich auf Menorca, das 24 Kubikhektometer jährlich verbraucht und tatsächlich 32 zur Verfügung hat - eine rosige Situation.
Señor Forteza hält die Situation von Ibiza und Formentera für sehr bedenklich. "Respekt" gegenüber den Wasserressourcen sei "dringend notwendig". Seine Kalkulation bezog auch den Bau der drei größten Wasseraufbereitungsanlagen (in Ibiza Stadt, San Antonio und Formentera) mit ein, die geholfen haben, die Situation zu verbessern.
Eine Maßnahme, die von Señor Forteza befürwortet wird, um den Wasserverbrauch zu reduzieren, ist eine Überprüfung der Wasserverteilungs-Netzwerke, um die Wassermenge zu reduzieren, die durch Löcher in den Leitungen verloren geht. Er erwog ebenfalls die Erarbeiten einer Karte, die die Gebiete der Insel zeige, in denen die Situation am extremsten ist, um dort spezielle Maßnahmen ergreifen zu können. Außerdem schlug er vor, dass solche Angelegenheiten zukünftig in den Gesetzen der Stadtplanung berücksichtigt werden.
Jedenfalls ist der Haupttäter bezüglich des Wasserverbrauchs die Landwirtschaft. Sie ist für 66% des gesamten Wasserverbrauchs der Insel verantwortlich. Eine mögliche Lösung des Wasservorratsproblems könnte sein, die Landwirte zu ermutigen, Wasser effizienter zu nutzen (z.B. mit "Betröpfelungssystemen" und Bewässerung wo unbedingt notwendig, bei Nacht).
Der Wasserverbrauch in Haushalten auf der Insel beträgt ca. 33%, und vernünftig wäre jedenfalls, bei Entscheidungen über geplante Bauprojekte die gegebene Wassersituation einzubeziehen.
Der "hydraulische Plan" für die Balearen, der bald im balearischen Parlament debattiert wird, wird wohl viele dieser Angelegenheiten ansprechen: Die Leitlinie des Originalplans unterstreicht die Notwendigkeit angesichts der gegebenen Mangelsituation auf beiden Inseln (Ibiza und Formentera) dringend etwas zu unternehmen.
Der provisorische Entwurf beinhaltet, eine neue Wasseraufbereitungsanlage mit einem Ausstoß von 8 bis 12.000 Kubikmetern pro Tag zu bauen, die Leistung der Anlage auf Formentera um 2 bis 3000 Kubikmeter pro Tag zu steigern sowie zunehmend Wasser zu recyceln, d.h. Abwasser zu reinigen, so dass es für die Bewässerung und als Ergänzung zum Grundwasser genutzt werden kann.
Alles in allem wurde kalkuliert, dass diese Maßnahmen das Wasserdefizit um bis zu 9 Kubikhektometer verringern können. Die geplanten Verbesserungen im Wasserleitungssystem, was undichte Stellen angeht, würden das Wassergleichgewicht von Ibiza und Formentera beinahe wiederherstellen.
Wenn man jedoch den stetig steigenden Wasserverbrauch auf den Inseln in Rechnung stellt, sind die Maßnahmen auf lange Sicht keinesfalls ausreichend. Lassen Sie uns auf viele feuchte Winter in der Zukunft hoffen und auf eine Kampagne für sparsamen Wasserverbrauch, die bei den einheimischen Landwirten bewusstseinsbildend wirkt. Aber ganz abgesehen davon, was von oben unternommen wird, sollte endlich jedem, der auf der Insel lebt, bewusst werden, dass Wasser eine beschränktes und wertvolles Gut ist, das es besser zu nutzen gilt als bisher.
Deshalb:
Seien Sie sparsam im Umgang mit Wasser und haben Sie bitte Verständnis dafür, sollte die Gemeinde für eine Rohrreparatur das Wasser kurzzeitig abstellen.



































